Styroporpool-Kosten im Selbstbau: Was zum Pool-Set wirklich noch dazukommt plus Spartipps
🕐 6 Minuten
Kurze Zusammenfassung:
DIY, also Ihr Poolprojekt in Eigenleistung, ist eine tolle Möglichkeit beim Poolbau zu sparen! Sie erbringen die Arbeitsleistung, kaufen die Materialien direkt ein und planen die Logistik.
Wichtig: Statik, Betonqualität, Verrohrung und Elektroinstallation dürfen nicht durch Billiglösungen gefährdet werden.
Ein Styroporpool ist für viele Hausbesitzer eine attraktive Möglichkeit, den Traum vom eigenen Pool im Garten selbst umzusetzen. Die Bauweise ist durchdacht, die Styroporsteine sind leicht zu verarbeiten und mit einem Poolset sind bereits viele wichtige Komponenten enthalten.
Allerdings: Wer nur den Preis des Pool-Sets kalkuliert, rechnet zu knapp.
Denn beim Poolbau in Eigenregie entstehen neben dem eigentlichen Poolset weitere Kosten z.B.für Aushub, Bodenplatte, Beton, Baustahl, Drainage, Verrohrung, Elektroarbeiten, Technikplatz, Poolumrandung und Kleinmaterial. Genau diese Positionen entscheiden am Ende darüber, ob das Projekt finanziell realistisch machbar ist.
Was kostet ein Styroporpool im Selbstbau wirklich?
Ein Beispiel aus einem realen Selbstbau-Projekt zeigt, wie sich die Kosten zusammensetzen können. Gebaut wurde ein Styroporpool mit ca. 7 × 3,5 m Innenmaß, Treppe und Sitzbank, im Juli 2026.
Die Gesamtkosten lagen bei rund 18.980 Euro.
(Reine Materialkosten, keine Arbeitskosten - da Eigenleistung.)
Davon entfielen 8.300 Euro auf das Pool-Set inklusive Technik (wurde während einer -15% Aktion gekauft). Der größere Teil entstand durch Bau- und Zusatzkosten rund um das Projekt.
Baukostenaufstellung für einen Styroporpool im Selbstbau
Beispielhafte Kostenaufstellung für ein privates Selbstbau-Projekt mit Styroporpool. Die tatsächlichen Kosten können je nach Poolgröße, Ausstattung, Bodenbeschaffenheit, Region und Eigenleistung abweichen.
| Kostenpunkt | Kosten |
|---|---|
| Gesamtkosten | 18.980 € |
| Poolset inkl. Technik | 8.332 € |
| Aushub und Bodenplatte | 2.893 € |
| Baustahl gesamt | 662 € |
| Wände betonieren | 470 € |
| Drainage | 567 € |
| Entleerungsschacht | 300 € |
| Hinterfüllung | 930 € |
| Verputzmaterial | 296 € |
| Sonstiges Kleinmaterial | 1.233 € |
| Poolumrandung | 1.275 € |
| Technikhaus | 1.428 € |
| Elektroarbeiten | 1.000 € |
Diese Werte sind natürlich nicht auf jedes Projekt 1:1 übertragbar. Poolgröße, Bodenbeschaffenheit, Region, Ausstattung, Eigenleistung und örtliche Gegebenheiten haben großen Einfluss auf die tatsächlichen Kosten.
In unserem Beispiel sind die Betonarbeiten manuell umgesetzt worden, d.h. mit Mischmaschine und Eimern. Kostenbezogen ist dies die günstigste Variante, allerdings auch die arbeitsintensivste. Kunden berichten, dass sie ca. 2 Tage Arbeit mit mehreren Personen brauchten, um den Beton manuell einzubringen.
Alternativ kann der Beton auch geliefert und mit Fallbremse eingebracht werden.
Die Aufstellung zeigt aber sehr gut, welche Positionen Bauherren von Anfang an bedenken sollten.
Warum das Styropor Pool Set nur ein Teil der Gesamtkosten ist
Ein Styroporpool-Set bildet die Basis des Projekts. Es enthält je nach Ausführung viele wichtige Bestandteile für den Poolkörper, die Technik und die spätere Nutzung.
Was im Garten aber zusätzlich entsteht, ist ein richtiges Bauprojekt.
Schon vor dem Aufbau des Pools fallen Kosten für den Aushub an. Die Baugrube muss passend dimensioniert werden, denn neben dem Innenmaß des Beckens braucht es zusätzlichen Platz für Styroporsteine, Arbeitsbereich, Verrohrung, Hinterfüllung und gegebenenfalls den Technikschacht.
Danach folgen Rollschotter bzw. Drainagekies, Bodenplatte, Bewehrung und Beton. Auch Baustahl, Schalungen, Kleinteile, Abdichtungen und später die Hinterfüllung.
Das Poolset ist der Startpunkt. Der fertige Pool entsteht erst durch die Kombination aus Set, Bauleistung, Material, Technik und sauberer Planung.
Unsere Spar-Tipps beim DIY Poolbau:
Beim Styroporpool lässt sich viel sparen - allerdings vor allem bei Arbeitsleistung, Einkauf und Logistik. Bei Statik, Betonqualität, Abdichtung und Verrohrung sind vermeintliche Einsparungen häufig später besonders teuer.
Der wichtigste Sparfaktor sind geschickte Helfer aus dem Bekannten- oder Freundeskreis. Vieles kann in Eigenleistung umgesetzt werden, wenn etwas Erfahrung mit Bau- und Betonarbeiten vorhanden ist. Die allermeisten unserer Kundinnen und Kunden bauen selbst, oft mit Unterstützung von Freunden oder Familie.
Ebenfalls wichtig: Wählen Sie den Standort so, dass er für einen kleinen Bagger und den Materialtransport gut zugänglich ist. Das spart Zeit, Aufwand und unnötige Zusatzkosten.
Weiter unten finden Sie unsere Spartipps je nach Bauphase.
Typische Zusatzkosten beim Styroporpool
Planung und Einkauf
Apoolco Spartipp:
- Standardgröße und fertige Poolsets wählen.
- Auf Promotions von Apoolco achten.
- Sonderanfragen vermeiden, da diese meist teurer sind und längere Lieferzeiten haben.
- Vor Baubeginn eine vollständige Mengenliste erstellen.
- Beton, Bewehrungsstahl, Schotter, Rohre, Fittings, Spachtelmasse und Kleinmaterial frühzeitig kalkulieren.
- Angebote nicht nur beim Baustoffhandel, sondern auch direkt bei Betonwerk, Schotterwerk, Stahlhandel und Erdbauunternehmen einholen.
- Lieferungen bündeln, zum Beispiel Schotter für Unterbau, Drainage und Außenflächen gemeinsam bestellen.
- Verbrauchsmaterial wie Bindedraht, Abstandhalter, Kleber, Montageschaum und Schutzfolie als Gebinde im Baustoffhandel kaufen.
- Pooltechnik und Einbauteile früh festlegen, da nachträgliche Änderungen teuer werden können.
Der Aushub gehört zu den größten Kostenpunkten. Je nach Bodenbeschaffenheit, Zugänglichkeit des Gartens und benötigter Maschinenzeit können die Kosten deutlich variieren.
Auch die Bodenplatte ist ein zentraler Punkt. Sie muss tragfähig, eben und sauber ausgeführt sein, da Unebenheiten später unter der Poolfolie sichtbar werden können. In unserer Apoolco-Bauanleitung wird außerdem empfohlen, die Bodenplatte ohne Gefälle und möglichst glatt auszuführen.
Je nachdem wie glatt sie im ersten Guss gelingt, tragen ca. 50% unserer Kunden im Nachgang noch eine dünne Schicht Ausgleichsmasse auf. (Ein Materialeinsatz, der im Beispiel oben nicht berücksichtigt ist.)
Apoolco Spartipp:
Bei den Erdarbeiten liegt häufig eines der größten Sparpotenziale.
- Aushub mit Minibagger und erfahrenem Fahrer auf Stundenbasis vergeben.
- Einmessen, Freilegen, Handarbeit und Baustellenreinigung selbst übernehmen.
- Geeigneten Aushub am Grundstück wiederverwenden, etwa für Geländemodellierung.
- Vorab klären, wohin überschüssige Erde kommt.
- Private Abnahme durch Nachbarn oder andere Bauherren prüfen.
- Nur so groß ausheben, wie es für Arbeitsraum, Drainage und Verrohrung tatsächlich erforderlich ist.
- Schotter direkt beim Schotterwerk bestellen und Preise inklusive Fracht vergleichen.
Wichtig: Vor dem Aushub müssen Bodenverhältnisse, Grundwasser, Leitungen und gegebenenfalls eine notwendige Drainage geklärt sein. Bodenrisiken und die Ausführung der Bodenplatte sollten fachlich beurteilt werden.
Gut sparen kann man bei der Arbeit, weniger bei der Konstruktion.
- Schotter selbst verteilen und lagenweise vorbereiten.
- Rüttelplatte, Rotationslaser, Betonrüttler und Betonglätter tageweise mieten statt kaufen.
- Schalung aus gebrauchten Brettern oder Schalungselementen herstellen.
- Schalholz später für Technikschacht, Wege oder andere Gartenarbeiten weiterverwenden.
- Abstandhalter und Bewehrung vor dem Betoniertag vollständig vorbereiten.
- Helfer gezielt für Schotterverteilen, Schalung, Betonabziehen und Reinigung organisieren.
- Betonmenge genau berechnen und eine kleine, aber nicht übertriebene Reserve einplanen.
Bei einer größeren Bodenplatte ist selbst gemischter Beton oft nur scheinbar günstiger. Das Material muss gleichmäßig sein, die Platte sollte möglichst ohne lange Unterbrechungen hergestellt werden und mehrere Kubikmeter Beton bedeuten sehr viel Misch-, Transport- und Personalaufwand. Häufig ist Transportbeton ohne Pumpe, beispielsweise mit direkter Entladung oder Förderband, der beste Mittelweg.
Nicht sparen sollte man an:
- Bodenuntersuchung bei unsicherem Baugrund
- Plattendicke
- Betongüte
- Bewehrung
- Ebenheit und Maßhaltigkeit
Eine unebene Bodenplatte verursacht später Mehrkosten für Ausgleichs- und Spachtelarbeiten und kann sich durch die Poolfolie deutlich abzeichnen.
2. Beton, Baustahl und Armierung
Die Styroporsteine werden nach dem Aufbau mit Beton befüllt. Dazu kommt die passende Armierung. Je nach Poolgröße und Treppenvariante wird eine unterschiedliche Betonmenge benötigt.
Wichtig ist hier: Beton und Bewehrung sind entscheidend für Stabilität und Haltbarkeit des Poolkörpers. Wer hier spart oder ungenau arbeitet, riskiert später teure Probleme.
Man kann den Beton manuell einbringen, d.h. selbst anmischen und mit Eimern nach und nach in die Styroporsteine gießen. Damit das möglichst zügig und gleichmäßig abgearbeitet wird, bedarf es mehrerer Helfer (3-4 Leute mindestens). Es ist die günstigste Art die Steine zu befüllen.
Alternativ kann man den Beton liefern lassen und mit Fallbremse eingießen. Dann muss der Pool mit einer Latten-Konstruktion gestützt werden, damit der schnelle Druck die Steine nicht beschädigt. Es ist wichtig, dass eine Fallbremse verwendet wird und der Beton nicht direkt eingegossen wird.
Apoolco Spartipp:
- Bewehrungsstahl direkt beim regionalen Stahlhandel oder Baustahlbiegebetrieb anfragen.
- Preis für ganze Handelslängen mit dem Preis für fertig zugeschnittene Stäbe vergleichen.
- Stäbe selbst schneiden und biegen, sofern Werkzeug und Erfahrung vorhanden sind.
- Übrig gebliebenen Baustahl nur verwenden, wenn Durchmesser, Stahlqualität und Zustand eindeutig passen.
- Bewehrungsabstände, Durchmesser, Überlappungen und Verbindung zur Bodenplatte korrekt ausführen.
Wichtig: Verwenden Sie nicht einfach weniger Eisen. Das kann die Stabilität des Poolkörpers beeinträchtigen und später teure Folgen haben.
- Steine geschützt und trocken lagern.
- Beschädigungen durch Wind, Sonne und Baustellenverkehr vermeiden.
- Gering beschädigte Steine gegebenenfalls an unkritischen, später vollständig eingeschlossenen Stellen verwenden.
- Die erste Reihe besonders genau ausrichten.
- Innenmaße und Diagonalen kontrollieren, bevor betoniert wird.
- Einbauteile, Leerrohre und Rohrdurchführungen vor dem Betonieren komplett montieren und nochmals prüfen.
Gleiche Diagonalen helfen sicherzustellen, dass das Becken rechtwinklig ist und die Folie später korrekt passt. Beton selbst anzumischen und händisch einzubringen kann günstiger sein als gelieferter Beton. Außerdem entfällt bei manueller Befüllung häufig die aufwendige Versteifungskonstruktion.
Selbstmischen kann sich lohnen, wenn:
- es sich um einen kleineren Pool handelt,
- genügend Helfer und ein leistungsfähiger Mischer vorhanden sind,
- Zuschläge und Zement günstig bezogen werden,
- die gleichbleibende Mischungsqualität sichergestellt ist.
Für Transportbeton spricht hingegen:
- gleichmäßige Betonqualität,
- zügiges und zusammenhängendes Befüllen,
- weniger Personalbedarf,
- geringeres Risiko von Mischfehlern und längeren Unterbrechungen.
Zusätzlich sparen lässt sich, wenn man:
- Beton direkt beim Betonwerk bestellt,
- mehrere Werke vergleicht,
- einen Termin ohne Zuschläge auswählt,
- den Zufahrtsweg so vorbereitet, dass der Wagen möglichst nahe herankommt,
- prüft, ob Förderband oder kleine Betonpumpe günstiger sind,
- gemeinsam mit einem Nachbarn oder einer anderen Baustelle bestellt.
Wichtig: Der Beton darf nicht unkontrolliert aus einem großen Pumpenschlauch in die Styroporsteine fallen. Eine dosierbare Einbringung, ein reduzierter Schlauch beziehungsweise eine Fallbremse schützen die Schalsteine vor zu hohem Druck. Der Poolkörper muss vorab verspreizt und gestützt werden.
Gut zu wissen:
Für unseren Thermostone Styroporstein liegt eine, von einem Zivilingenieur erstellte, Typenstatik vor. Darin sind unter anderem Erd- und Wasserdruck, Betongüte, Betondeckung und Bewehrung bemessen - ausdrücklich auch für den Lastfall eines hinterfüllten, leeren Beckens.
Skimmer und andere Einbauteile sind im System vorgesehene Aussparungen, und werden gemäß Bauanleitung bewehrt, abgestützt und in den Betonkern eingebunden. Die Betonierung kann händisch oder mit einer Betonpumpe erfolgen - dabei langsam, umlaufend und mit Fallbremse.
Sonderfälle wie Hanglagen, besondere Bodenverhältnisse, sowie drückendes Grund- oder Hangwasser müssen individuell geprüft werden. Darauf weisen wir in unserer Bauanleitung hin.
Styroporpools werden seit Jahrzehnten erfolgreich gebaut und haben sich tausendfach bewährt. Bei fachgerechter Ausführung nach Statik und Bauanleitung sind sie ein tolles Poolsystem, das sich sehr gut in Eigenleistung umsetzen lässt.
3. Spachteln, Netzen, Drainage und Hinterfüllung
Rund um den Pool sollte nicht einfach mit Aushuberde hinterfüllt werden. Unsere Bauanleitung empfiehlt eine Noppenfolie anzubringen und als Füllmaterial Drainagekies bzw. Rollschotter zu wählen. Das sorgt dafür, dass Wasser besser ablaufen kann und die Konstruktion geschützt wird. Auch dieser Punkt verursacht Kosten, wird aber in der ersten Kalkulation oft vergessen.
Apoolco Spartipp:
- Netzen und Spachteln kann ein sorgfältiger Heimwerker gut selbst übernehmen.
- Material als komplettes, für das Poolsystem freigegebenes System kaufen.
- Gewebe, Klebe- beziehungsweise Spachtelmasse, Eckschutz und Profile gemeinsam planen.
- Preise pro Quadratmeter vergleichen, nicht nur pro Sack.
- Untergrund sorgfältig vorbereiten.
- Große Flächen abschnittsweise bearbeiten und ausreichend Helfer einplanen.
- Material vor Sonne und Regen schützen.
- Nur so viel anmischen, wie innerhalb der Verarbeitungszeit verarbeitet werden kann.
- Kleine Unebenheiten früh korrigieren.
Nicht mit beliebiger Fassaden- oder Billigspachtelmasse experimentieren. Die Komponenten müssen für Styropor, Feuchtigkeit und den vorgesehenen Folienaufbau geeignet sein.
- Vlies selbst zuschneiden und verlegen.
- Boden und Wände vorab besonders gründlich absaugen.
- Folienmontage mit mehreren ruhigen, sauberen Helfern durchführen.
- Einen günstigen, möglichst warmen und windstillen Montagetag wählen.
- Ohne Schuhe beziehungsweise mit sauberen Socken arbeiten, damit keine Steinchen unter die Folie gelangen.
- Material für Hinterfüllung direkt vom Schotterwerk beziehen.
- Kleine Geräte mieten und Material mit Freunden verteilen.
- Nicht mit schweren Verdichtungsgeräten arbeiten.
Weitere oft übersehene Sparmöglichkeiten:
- Technikschacht aus denselben Styroporsteinen selbst bauen.
- Aushub, Betonage und Materiallieferungen so terminieren, dass Maschinen nicht mehrfach anfahren müssen.
- Minibagger und Dumper gemeinsam für mehrere Arbeitsschritte mieten.
- Baustellenzufahrt vorab befestigen, damit Betonwagen und Lkw keinen kostenpflichtigen Berge- oder Pumpeneinsatz benötigen.
- Paletten, Big Bags und Verpackungen rechtzeitig zurückgeben, sofern Pfand verrechnet wird.
- Nicht benötigte Restmaterialien ungeöffnet zurückgeben oder lokal weiterverkaufen.
- Beckenrand, Terrasse und Gartengestaltung erst nach dem ersten Poolbetrieb fertigstellen.
- Extras wie Gegenstromanlage, automatische Dosierung, Rollladenabdeckung oder Wärmepumpe vorbereiten, aber gegebenenfalls erst später kaufen.
- Leerrohre jetzt günstig mitverlegen. Nachträgliches Aufgraben ist teuer.
4. Technikraum, Technikhaus oder Entleerungsschacht
Die Pooltechnik braucht einen geeigneten Platz. Ob Technikschacht, Technikhütte oder Gartenhaus: Entscheidend ist, dass die Technik gut zugänglich, ausreichend belüftet und vor Feuchtigkeit geschützt ist.
Wenn die Technik über Wasserniveau und/oder mit etwas Entfernung zum Pool angebracht wird, sollte ein Entleerungsschacht beim Pool vorgesehen werden, um Leitungen vor dem Winter vollständig entleeren zu können. Auch das ist ein Kostenpunkt, der häufig erst während der Detailplanung sichtbar wird.
Apoolco Spartipp:
- Technikraum nah am Pool positionieren.
- Kürzere Leitungen sparen Rohre, Fittings und Arbeitszeit.
- Rohrführung vorab aufzeichnen und Fittings möglichst genau planen.
- Leitungen vor dem Hinterfüllen einer Druck- beziehungsweise Dichtheitsprüfung unterziehen.
- Leitungen fotografieren und einmessen, bevor sie zugedeckt werden.
- Bei geplanter Nachrüstung von Salzanlage oder Wärmepumpe Bypässe gleich in der Verrohrung berücksichtigen.
Die Elektroinstallation und Schutzmaßnahmen im Poolbereich gehören in die Hände eines befugten Elektrikers!
5. Elektroarbeiten
Alle Elektroarbeiten rund um Pooltechnik, Beleuchtung, Wärmepumpe oder Steuerung müssen fachgerecht umgesetzt werden. Dafür sollte ein konzessionierter Elektriker eingeplant werden.
Gerade weil Strom und Wasser zusammenkommen, ist das kein Bereich für improvisierte Lösungen.
6. Poolumrandung und Außenbereich
Ein Pool ist nicht fertig, wenn der Beckenkörper steht. Kosten entstehen auch durch die Gestaltung rundherum: Beckenrandsteine, Terrassenplatten, Holzdeck oder Abdeckung, Stufen, Wege, Beleuchtung oder Sichtschutz.
Auch bei diesen Arbeiten kann man durch Eigenleistung viel Geld sparen.
7. Kleinmaterial
Kosten für etwas Kleinmaterial wie zum Beispiel PU-Schaum, Spachtelmasse, Netz, Silikon, Dichtmaterial, Rohrzubehör, Reinigungsmittel, Werkzeuge, Leihgeräte oder zusätzliche Bauteile fallen bei jedem Projekt an.
Im Beispielprojekt lagen allein die Kleinmaterialien bei ca. 1.200 Euro.
Laufende Kosten: auch hier lässt sich sparen
Eine Poolabdeckung ist das Um und Auf für effiziente Wasserpflege. Wer eine Abdeckung einsetzt, reduziert Wärmeverlust und Verschmutzung deutlich. Dadurch können laufende Kosten für Wasserpflegemittel oder Poolheizung spürbar sinken.
Wo Bauherren besser nicht sparen sollten
Die fünf klassischen Sparfehler beim Styroporpoolbau sind:
- eine zu schwache oder improvisierte Bodenplatte,
- eigenmächtig reduzierte Armierung,
- ungeeigneter beziehungsweise uneinheitlicher Beton,
- ungeprüfte Rohrverklebungen vor der Hinterfüllung,
- billige, nicht systemgeeignete Spachtel- oder Abdichtungsmaterialien.
Wie lange dauert ein Styroporpool im Selbstbau?
Die reine Aufbauzeit des Styroporpool-Sets beläuft sich auf ca. eine Woche - ohne Aushub und Bodenplatte. Dafür werden drei Personen empfohlen.
In der Realität hängt die Projektdauer aber davon ab, wie viel Eigenleistung erbracht wird und ob nebenbei gearbeitet wird. Wer den Pool nach Feierabend, am Wochenende oder parallel zum Familienalltag baut, sollte mehr Zeit einplanen.
Ein realistischer Zeitraum für ein Selbstbauprojekt beträgt ca. 1-2 Monate - vor allem dann, wenn Aushub, Bodenplatte, Beton-Trocknungszeiten, Verrohrung, Hinterfüllung, Spachtelarbeiten, Technik und Außenbereich nacheinander umgesetzt werden.
Warum der Pool nicht einfach im Winter fertiggestellt werden kann
Ein besonders wichtiger Punkt ist die Poolfolie.
Die Folienmontage sollte nur bei passenden Temperaturen erfolgen. Laut Apoolco-Bauanleitung wird für die Montage eine durchgängige Temperatur von etwa 20 bis 25 °C und Sonnenschein empfohlen (besser 25 Grad durchgehend). Die Folie muss weich genug sein, damit sie sich gut einhängen, dehnen und sauber an Boden, Wände, Treppen und Ecken anlegen lässt.
Das bedeutet: Wer im Herbst mit dem Poolbau startet, kann viele Arbeitsschritte vorbereiten (Poolkörper, Verrohrung, Technik, Hinterfüllung, Spachtelung oder Umrandung). Vlies und Poolfolie sollten aber erst im späten Frühling oder Sommer montiert werden, wenn die Temperaturen passen. Wichtig ist dabei: Je nach Lage des Pools im Garten und Beschaffenheit des angrenzenden Geländes, kann ein Pool unter Umständen nicht bedenkenlos über längere Zeit leer stehen. Das muss mit einem bauseitigen Statiker oder Baumeister abgeklärt werden. Siehe auch Hinweis oben zur Statikprüfung unserer Thermostone Styroporsteine.
Fazit: Lieber realistisch kalkulieren statt später überrascht sein
Ein Styroporpool im Selbstbau kann eine sehr gute Möglichkeit sein, hochwertige Poolqualität mit viel Eigenleistung umzusetzen. Gleichzeitig ist es wichtig, die Gesamtkosten ehrlich zu betrachten.
Das Poolset ist nur ein Teil der Rechnung. Dazu kommen Aushub, Bodenplatte, Baustahl, Beton, Drainage, Technikplatz, Elektroarbeiten, Hinterfüllung, Poolumrandung und viele kleinere Materialien.
Wer von Anfang an realistisch kalkuliert, plant entspannter, trifft bessere Entscheidungen und vermeidet unangenehme Überraschungen während der Bauphase.
Unser Tipp: Kalkulieren Sie nicht nur den Preis des Poolsets, sondern das gesamte Projekt - inklusive Bauarbeiten, Zeitfenster, Fachbetrieben und Reservebudget. Dann wird aus dem Traum vom eigenen Pool kein finanzielles Ratespiel, sondern ein gut planbares Gartenprojekt.